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Darmstädter Echo 20. 04. 2010
[...] Am Freitagabend hatte das Revuetheater Premiere im gut gefüllten Theater Mollerhaus. Das Stück zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben von Helga Kleinschmidt. Als Buchhalterin in einer Konservenbüchsen fabrik steht sie auf eigenen Füßen, sehnt sich vor allem aber nach einem Mann, der gern auch eine gute Partie sein darf. Der Bogen von ,,goldenen Fünfzigern" zur Gegenwart lässt sich schlagen: Erfolgsdruck, Machtstreben und Konsum standen auch damals in der Kritik. Das Bühnenbild führt mit Röhrenradioapparat, Stehlampe und Dreibeintischchen in die gute Stube der jungen Dame, die Besuch vom Versicherungsvertreter Kaiser erhält, der ihr ein Versorgungspaket schnüren möchte, wofür sie einige Fragen beantworten muss. [...] Helga Liewald und Michael Ihringer interpretieren die Lieder einzeln oder im Wechsel als eingespieltes Team. Mit wenigen tänzerischen und schauspielerischen Mitteln zeichnen sie ein treffliches Bild des Jahrzehnts, das gerade bei den Frauen durch Selbstdisziplin gekennzeichnet war. Die Fräuleins sind keck, die Burschen fesch - und der Aufschwung ist unaufhaltsam. Stimmlich treffen beide den richtigen Ton, besonders Helga Liewalds Timbre trifft den Zahn der Zeit. Am E-Piano begleitet Gerhard Schaubach versiert das Programm, Regisseurin ist Sarah C. Baumann. Am Ende gab es kräftigen Applaus.
Wiesbadener Kurier 07.06.2010
[...] Der junge Chor "Dur und Moll" unter neuer Leitung der Musikerin und Schauspielerin Helga Liewald gab in vier Blöcken Kostproben seines Repertoires. Es reichte von Popsongs von Billy Joel und Leonard
Cohen über Musicals bis zu Wein- und Trinkliedern. [...] Dass der Chor ein so vielseitiges Programm mit eigenen Kräften auf die Beine stellen kann, spricht für den Zusammenhalt des Vereins. "Dur und Moll" hat mit seiner neuen Chorleiterin, die nach dem verstorbenen Chorbegründer Daniel Honsack nun den jungen Ableger des Traditionschores übernommen hat, auf jeden Fall eine gute Nachfolgerin gefunden.
Wiesbadener Kurier 29.09.2008
Hinreißend makabres Greisenballett
Walhalla: Theresia Walsers "King Kongs Töchter"
Von
Shirin Sojitrawalla
WIESBADEN Die Dramatikerin Theresia Walser choreografiert in ihrem Stück "King Kongs Töchter" ein hinreißend makabres Greisenballett. In einem Altersheim führen drei durchgeknallte Todesengel das Regiment: Berta, Carla und Meggie. Sie alle können sich schon längst nicht mehr vorstellen, dass ihr Beruf ein Beruf sein könnte und veranstalten deswegen privatfernsehtaugliche Abschiedsrituale für ihre Alten. Bevor sie die nämlich in den Tod schicken, werden sie erst noch auf Filmstar getrimmt. Auf diese Weise wird aus Frau Tormann im Handumdrehen Mae West. Helga Liewald hat das Stück nun mit der Theaterguppe "2nd Live" umgesetzt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Auf Leben und Tod" anlässlich des Palliativkongresses feierte es seine Premiere auf der Bühne des brechend vollen Walhalla Studios. Zeitgleich zur Aufführung des Stückes seiner Tochter, war der Vater Martin Walser Gast beim Rheingau Literatur Festival (vgl. nebenstehende Seite).
Mit dem nötigen Ernst
Die Walhalla-Bühne beherrscht ein langer Tisch, hinter dem Stühle stehen. Dort versammelt sich die mehr oder minder muntere Greisenschar: die sagenhaft altjüngferliche Frau Greti (Sabine Schäfer), der aufgekratzte Herr Nübel (Marcus Reichardt), Herr Albert (Norbert Schwenk) und seine entzückend infantile Gattin Hilde (Constanze Rottleuthner), besagte Frau Tormann (Axel Ghane Basiri, auch als Abenteurer Rolfi im Einsatz) und der rührende Herr Pott (Wolfgang Spalding), lyrikbesessener Bettnässer. Seine umwerfenden Weisheiten präsentiert er mit dem absolut nötigen Ernst. Das könnte durchaus zum Weinen sein, wenn es nicht zum Lachen wäre. Jeder Geburtstag ist für die Senioren nur ein Grund mehr für Kakao und Likörchen. Und die Pflegerinnen (gut eingespielt: Britta Schäfer, Anja Bossert und Barbara Haker) bloß noch Stewardessen für die allerletzte Reise.
Wunderbar zarte Momente
"King Kongs Töchter" ist ein hinterhältiges und böses Stück, das damit kokettiert, dass es Rassenunterschiede längst nur noch zwischen Alt und Jung feststellt. Sprachwitz und Genauigkeit wiegen die Handlungsarmut spielend auf. Ohne Frage ist es eine mutige Entscheidung, diese eher sperrige und auch lustvoll pietätlose Groteske mit Amateuren aufzuführen. Es ist nämlich schwieriger, als man denken könnte, geht die Komik der Walser doch schnell verloren, wenn man die Sätze zu sehr ins Lächerliche zieht. Von der Schwierigkeit, den richtigen Ton zu treffen, gar nicht zu reden. Das Ensemble pariert diese Gefahren mit seiner Spiellaune, präsentiert wunderbar zarte Momente neben übergeschnapptem Slapstick und hält es ansonsten mit Pflegerin Berta, die weiß: "Sterben ist klein genug, da darf man ruhig übertreiben."
Weitere Vorstellungen am 29. und 30. 11., jeweils 20 Uhr.
Rhein-Zeitung 14.11.2005
Das Theater fragt: Was ist Glück? – Revue feiert Premiere im Konradhaus – Bertrand Russel, Platon und die byzantinische Kaiserin Theodora treffen sich im Hotel
Musik steht im Mittelpunkt der Revue „Die Glückssucher“ aus der Feder von Ingrid Sehorsch (...) der Logiker Bertrand Russel (Helga Liewald) (...) Dass ausgerechnet der jeglichen erotischen Genüssen offenbar nicht abgeneigte „echte Kerl“ Russel (er war real vier Mal verheiratet und lehnte sich stets mutig gegen Konventionen auf) von einer Frau gespielt und gesungen wird, ist befremdlich, aber möglicherweise dem unbestrittenen Talent
von Helga Liewald geschuldet. (...)“
Monzingen 13.5.2000
„(...) sowie „Abendempfindung“, die von Helga Liewald aus Mainz stimmlich gut disponiert gesungen und von Gerhard Wöllstein einfühlsam am Flügel begleitet wurde. (...) sowie Sandra Daum und Helga Liewald etwa beim Abendlied.“
Mainzer Rhein-Zeitung 30.9.2000
„(...) Die Kompositionen von Helga Liewald gehen ähnliche Wege. Die Leiterin der Kinder- und Jugendmusiktheaterabteilung des Peter-Cornelius-Konservatoriums mischt farbenfrohe Harmonien mit atmosphärischen Klangspielen und zugänglichen Melodien zu einer gefühlvollen Tonsprache (...)“
Mainzer Rhein-Zeitung 02.05.2001
„(...) Das Warten hat sich gelohnt (...) Jetzt feierte das mitreißend inszenierte Stück Premiere in der vollbesetzten Phönixhalle. (...) Jetzt konnte sie sich vor einem begeisterten Publikum in der Phönixhalle eine durchweg gelungene Welturaufführung präsentieren. (...) spannende Mischung, die von Projektleiterin Helga Liewald mitreißend inszeniert ist. Der abstrakte Bühnenaufbau (Bühnenbild: Studierende der FH Mainz) wird als Druckerpresse, Kanzel oder als Baum genutzt, Videoprojektionen und Lichteffekte zaubern Atmosphäre. Der Graf kommt nicht hoch zu Ross, sondern trendy mit dem Roller, fantasievolle Tänze und geschickt choreographierte Massenszenen sorgen für turbulente Abwechslung, uns sogar im Zuschauerraum wird weitergespielt. Die Stars des Abends waren unumstritten die kleinen und großen Akteure auf der Bühne. (...) In der vollbesetzten Phönixhalle gab es zum Schluss rauschenden Beifall: Nach diesem großen Erfolg wird das „Geheimnis“ wohl nicht mehr lange eines bleiben.“
Frankfurter Rundschau 03.05.2001
„(...) glaubhaft wirkte Helga Liewalds Regie (...) schlicht und funktionell war die Bühne; sie gewann aber durch die geschickte Lichtregie und die dramaturgisch wirkungsvolle Nutzung des Bühnenhintergrundes.“
Allgemeine Zeitung, 01.11.2006
„Ein Theaterstück, bei dem die Schauspieler vorher nicht wissen, wie überhaupt die Handlung verlaufen wird (...) die anderen drei Figuren sowie das Milieu des Mordes konnten die Zuschauer zu Beginn per Zuruf selbst festlegen...die schüchterne Staatsanwältin Marianne Guggenmoos (Helga Liewald) (...) langanhaltender Applaus belohnte das Spiel.“
Wiesbadener Kurier 28.11.2006
„(...) wieder neu und aufregend...die Ermittlungen wurden von rund 140 Gästen im Christian-Zais-Saal mit Spannung und Amüsement gleichermaßen verfolgt (...) Vor der Pause hatten sie Helga Liewald alias Jutta mit als Hauptverdächtige auserkoren – und Recht behalten. Eine gute Prise Lokalkolorit, absurd-reale Ereignisse aus dem Schulalltag, Banales und Menschliches – spontan und wortgewandt zeichnete das von Musiker Michael Bibo unterstütze Ensemble die verschiedenen Charaktere und unterhielt damit bestens (...)“
Darmstädter Echo 22.7.2006
„(...) Die Formation aus Wiesbaden, in Rüsselsheim mit vier Akteuren zu Gast, hatte nach wenigen Minuten die Sympathien auf ihrer Seite. (...) Christiane Krüger-Blum und Helga Liewald überzeugen alleine schon mit skurriler Gestik und perfekter Körpersprache (...)“
Main- Spitze 22.7.2006
„(...) Das war auch nicht nötig, gingen die vier Schnelldenker am Donnerstag im kleinen Festungshof doch souverän mit der fortwährend drohenden Gefahr der Inspirationslosigkeit um. Dabei verblieb „Subito“ nicht allein im schauspielerischen Metier, sondern beglückte die rund 60 Zuschauer auch mit so manchem Ad-hoc-Chanson. Blickt man in die Landschaft deutscher Improvisationstheater, dann macht sich fast ein wenig Einseitigkeit breit. Kaum ein Ensemble, das sich nicht auf die komödiantische Seite des Genres beschränkt und dem Publikum die geforderten skurrilen Geschichten auftischt. (...) Zumindest im Kleinen hat sich „Subito“ den Anspruch der Vollwertigkeit erhalten. Zwar bedienten auch die Wiesbadener Improvisateure in erster Linie das legitime Verlangen nach Unterhaltung, die ein oder andere ernsthaft Nummer fand sich aber auch im Programm. So gab es etwas eine alternative Handlung zu Shakespeares „Wie es euch gefällt“ samt passendem Sprach-Duktus und schmachtender Liebesmüh. (...) Besonderes Highlight war die Erstaufführung einer vergessenen Wagner-Oper zum Thema „Hitzschlag“, bei der vor allem Helga Liewald mit ausgebildeter Gesangsstimme glänzte. (...)“
Rhein-Main Presse, 22.4.2005
„Wenn..„Maria Gonzales“ alias Helga Liewald mit ihrem nie gehörten, dafür aber simultan übersetzten Hit „Arabische Hengste“ für Furore sorgt, hat der Zuschauer einen höchst vergnüglichen Spontan-Theaterabend erlebt. (...) Und Musiker Michael Bibo ergänzt: „Auch bei den spontan kreierten Liedern“ zusammen mit Helga Liewald, die ihre klassische Gesangsausbildung nutzt, sei man oft „aus dem Bauch heraus am Besten“.
Rhein-Zeitung, Februar 2005
„Seminar für den Zauberer – Flammersfelder Laienschauspieler bereiten sich auf die Saison vor – Dozentin aus Mainz war da – Ihr eigenes Theaterseminar organisierte die Theaterspielgemeinschaft Flammersfeld zur Vorbereitung auf das nächste Stück, den „Zauberer von Oz“
(...) Es wurde eine Fachfrau engagiert, eine Frau, die viel Erfahrung hat (...) 14 Frauen, Männer und Jugendliche (...) fanden in der Abschlussbesprechung lobende Worte und äußerten den Wunsch nach Wiederholung. Helga Liewald aus Mainz hatte sichtlich auch ihren Spaß mit dieser Gruppe und mit dem Erreichten. (...) begleitet am Klavier von Helga Liewald. (...) Mit einem Dankeschön und einem Blumenstrauß verabschiedete sich die Gruppe von Helga Liewald. Mit einem Kanon auf den Lippen (...)“
Spiel und Bühne Februar 2005
29. Bundesjugendkonferenz in Wetzlar – Von Kerstin Weigl
„(...) Abwechslungsreiche Kost bot die Werkstatt „Musical“ unter der Leitung von Helga Liewald. In der Verknüpfung von Gesang, Bewegung und Sprache lernten die Teilnehmer in flottem Tempo einige Lieder kennen, in denen sie das Zusammenspiel der oben genannten Bereiche unter Beweis stellen konnten. Die Lieder stammten aus dem Musical „Linie 1“, das noch vor Mauerfall in einer Berliner U-Bahn spielt. Das Ergebnis konnte sich bei der Abschlusspräsentation sehen und hören lassen. Die Lieder waren pfiffig und ausgefallen und machten Lust auf mehr.“